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Informationen für Viertklässler und zukünftige Oberstufenschüler

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Tag der offenen Tür am Pius - Viele Aktionen - viele Infos - viele Kuchen

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Das St. Pius Gymnasium stellte sich am Sonntag, den 22.01.2011 unter dem Motto „Zauberhaftes Pius“ allen interessierten Viertklässlern, Zehntklässlern und deren Eltern vor. Viele Besucher folgten der Einladung und lobten anschließend die Mitmachaktionen, die gut ausgestatteten Fachräume, das reiche Sportangebot, die verschiedenen AGs und nicht zu vergessen die netten Lehrerinnen und Lehrer, die viele Gruppen durch die Schule führten. Das von der SV eigens für die Viertklässler zusammengestellte Quiz wurde gerne genutzt, um Informationen über „das Pius“ zu erhalten.  "Harry Potters erster Schultag" wurde von den Schülerinnen und Schülern der 5b überzeugend auf die Bühne gebracht und die Musikensembles bewiesen ihr Können. Schade war nur, dass die Besucher nicht alles gleichzeitig sehen und erleben konnten – ein Tag der offenen Tür ist dafür nun mal nicht lang genug.

Anmeldewoche: Schüler können sich zu folgenden Zeiten an unserer Schule anmelden:

Viertklässler:                                                             Zehntklässler:
Dienstag, 22.02.2011:                                              Mittwoch, 23.02.2011:
9.00 - 12.00 Uhr; 13.00  -  16.00 Uhr                          14.00 - 16.00 Uhr
Mittwoch, 23.02.2011:
10.00 – 12.00 Uhr; 13.00 – 16.00 Uhr
Donnerstag, 24.02.1011: 9.00 – 12.00 Uhr;

Mitzubringen sind: Stammbuch, Zeugnisse der (Grund-)Schule

Abgestempelt - Judenfeindliche Postkarten

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Eine Ausstellung der Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kommunikation und dem Jüdischen Museum, Frankfurt am Main.

abgestempeltausstellung


3. Februar – 9. März 2012
Jeweils Montag bis Freitag, 8-14 Uhr,
Foyer der Aula des St.-Pius-Gymnasiums
Eintritt frei

Vortragreihe zur Ausstellung im St.-Pius-Gymnasium

„Jemanden abstempeln.“ Für Wolfgang Haney und seine Familie wurde dieses Sprichwort bittere Realität. Wegen seiner jüdischen Mutter, war auch er der Verfolgung der Nationalsozialisten ausgesetzt. Die Schrecken des Dritten Reiches versucht er unter anderem dadurch zu verarbeiten, indem er judenfeindliche Postkarten sammelt. Diese einzigartige Sammlung hat die Bundeszentrale für politische Bildung benutzt und eine interessante Wanderausstellung konzipiert. Erstmals wird nun in Coesfeld im Foyer des St. Pius-Gymnasiums in der Zeit vom 3. Februar bis zum 9. März ein Teil von rund 30 Exponaten dieser Sammlung gezeigt. Neben allen Interessierten richtet sich die Ausstellung besonders an die Schülerinnen und Schüler der Coesfelder Schulen.

Mitorganisator und Geschichtslehrer Bernd Ostendorf erklärt: „Die Ausstellung zeigt eine Sammlung von judenfeindlichen Postkarten von der frühen Kaiserzeit über die Weimarer Republik bis zur Zeit des Nationalsozialismus. Antisemitismus war also schon vor den Nazis ein Thema, dem jeder im Alltag begegnete.“Die Postkarten werden so präsentiert, dass man auch den Originaltext auf der Rückseite lesen kann. Ein dunkles Kapitel der Geschichte – was auch heute noch aktuell ist – wird so an Alltagsgegenständen deutlich.

In Kooperation mit der Volkshochschule Coesfeld (VHS) hat das St. Pius-Gymnasium eine interessante Vortragsreihe zur Ausstellung auf die Beine gestellt. Die Veranstalter freuen sich vier ausgewiesene Experten für das Begleitprogramm gewonnen zu haben. So führt Ulrike Schrader von der Universität Wuppertal in die Entwicklung des antisemitischen Vorurteils ein. Ausschnitte aus einigen Filmen aus der Zeit des Nationalsozialismus zeigt Ernst Schnackenberg in seinem Vortrag über den Unterhaltungsfilm im Dritten Reich.  Der Musik sehr verbundene Nottulner Bürgermeister Peter Amadeus Schneider gibt einen Einblick in das weitgehend unbekannte Thema „Verfemte Musik“, für die musikalische Untermalung sorgt das schon öfters in Coesfeld aufgetretene Klezmer-Ensemble „Bublischki“ unter der Leitung von Achim Lux. Den Abschluss bildet der Münsteraner Winfried Nachtwei mit einem Beitrag zur Stadtgeschichte. Der Grünenpolitiker erinnert an die Deportation der Coesfelder Jüdinnen und Juden nach Riga im Dezember 1941 und berichtet zudem über die Erinnerungskultur in Riga. Alle Interessierten sind zu den Abendvorträgen eingeladen. Die Ausstellung ist kostenlos in der Woche von 8.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. Auf einem Büchertisch der Bundeszentrale für politische Bildung findet man Schriften zum Thema.

Terminübersicht:
    •    Do. 2. Februar, 19.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellung. Aula des St. Pius-Gymnasiums, Gerlever Weg 5. Ulrike Schrader (Wuppertal) spricht über „Der muss hinaus! Hinaus! Im Judenhass vereint. Die Entwicklung des antisemitischen Vorurteils“. Der Eintritt ist frei.
    •    Do. 9. Februar, 19.30-21.00 Uhr: Ernst Schreckenberg (Paderborn) referiert über „Hakenkreuz und Traumfabrik. Der Unterhaltungsfilm im Nationalsozialismus“. Stadtmuseum  „Das Tor“, Mühlenstraße 3, Eintritt 4,50 Euro.
    •    Do. 23.02., 19.30-21.00 Uhr: Peter Amadeus Schneider (Nottuln) spricht über „Verfemte Musik und verfemte Musiker im NS-Terror-Staat, dazu spielt das Klezmer-Ensemble „Bublischki“ unter der Leitung von Achim Lux.  Aula des St. Pius-Gymnasiums, Gerlever Weg 5. Der Eintritt ist frei.
    •    Do. 8.03., 19.00-20.30 Uhr: „Nachbarn von nebenan – verschollen in Riga“, Winfried Nachtwei erinnert an die Deportation Coesfelder Jüdinnen und Juden im Dezember 1941. Aula des St. Pius-Gymnasiums, Gerlever Weg 5. Der Eintritt ist frei.

Zum Thema: Der Sammler Wolfgang Haney

Wolfgang Haneys Mutter war Jüdin, sein Vater war katholisch. Laut den Nürnberger Gesetzen von 1935 war die Ehe der Eltern eine "privilegierte Mischehe", Wolfgang Haney galt als "Mischling ersten Grades". Seine gesamte Familie war mit dem Beginn des Nationalsozialismus den Ausgrenzungen, Entrechtungen und Diskriminierungen ausgesetzt. Die Mutter konnte der Deportation und Ermordung entgehen. Zuerst hat sie in einer Blindenwerkstatt Zwangsarbeit leisten müssen; als auch die Belegschaft dieser Werkstatt deportiert werden sollte, musste sie untertauchen. Sein Vater hat in einem so genannten Strafbataillon gearbeitet, er musste dort Bomben entschärfen, weil er sich von seiner Frau nicht scheiden lassen wollte. Wolfgang Haney hat die letzten Monate des Krieges in einer Arbeitsbrigade verbringen müssen, nachdem er von der Schule verwiesen worden war und nicht studieren durfte. Die Motivation, antisemitische Postkarten zu sammeln, ist daher eng mit seiner Biographie verknüpft.


 

St.-Pius-Gymnasium | Gerlever Weg 5| 48653 Coesfeld| Tel.: 02541 - 94590